Meditieren im Urlaub – 3 Tipps, um Zeit für dich selbst zu finden

 

Meditieren ist auch an ungewöhnlichen Orten möglich. Wo, erfährst du in diesem Blog.

Urlaub!  Abschalten – Seele baumeln lassen – einfach nichts tun – darauf freuen wir uns zu Anfang des Sommers. Es verlangt uns nach neuen Perspektiven. Es zieht uns zu Kirchen, Schlössern und Museen in unbekannten Ländern. Einige sehnen sich nach Palmen, Meer und Dolcefarniente. Hauptsache weg vom Alltagstrott. Das bedeutet jedoch auch, dass sich dein täglicher Rhythmus einige Wochen lang verändert. So angenehm das ist, so kontraproduktiv ist es für die zarten Pflanzen einer neuen Gewohnheit.

Vielleicht hast du vor vier Wochen meinen Blog gelesen, einen neuen Anlauf genommen und den Vorsatz umgesetzt, wieder zu meditieren. Regelmäßigkeit ist dafür wichtig. Nun steigst du mit der Familie ins Flugzeug, hast eventuell noch einen Jetlag zu verdauen und willst am neuen Urlaubsort spontan deinen Neigungen frönen. Zum Beispiel in Ruhe frühstücken, mit den Kindern planschen und in Osterias, Kafeneions oder der Chinatown auf Geschmacksabenteuer gehen. Da ist kein Platz für Meditation vorgesehen.

Was kannst Du machen, um trotzdem dranzubleiben?

Plane voraus

Sprich mit deiner Familie, was sie im Urlaub machen will. Frage, zu welchem Zeitpunkt du deine eigenen Wege gehen kannst. Versuche, zum gleichen Zeitpunkt zu meditieren, auch wenn es ein anderer als zu Hause ist.

Bestimme einen Ort

Deine Meditation braucht ein Zuhause, auch im Urlaub. Finde einen Ort, wo du dich wohlfühlst und ungestört bist.

Hotelzimmer: Hotelzimmer sind für mich die schlechteste Wahl, denn sie sind oft eng und unterstützen die Meditation wenig. In einem geräumigen Hotelzimmer kannst du in einer Ecke dein mitgebrachtes Bänkchen hinstellen (zu Kissen und Bänkchen auf Reisen lies hier). Schaffe auch dort einen Platz für dich, der schön ist. Eine Muschel könnte deinen Platz schmücken.

Wald: Ich liebe es, im Wald auf einem Baumstumpf zu sitzen, weit ab der begangenen Wege. Bei jedem Atemzug rieche ich den Duft der Tannennadeln und der verrotteten Blätter. Die Aura der Bäume tut gut.

Strand: Am Meer wiederum sitze ich gerne etwas abseits der Menschen und überlasse mich dem Fluss der Wellen. Ich horche auf das Anbrausen der Welle und spüre das Zurückziehen des Wassers. Ich gebe mich dem Rhythmus hin, bei dem Hören und Fühlen und Atmen eine eigene Welle bilden.

Kirche: In Städten wähle ich gerne eine Kirche nahe des Hotels und genieße die kühle Stille des Ortes und die Gemeinschaft mit den Betenden.

Sei zufrieden

Die Meditation im Urlaub wird nicht die gleiche sein, denn die Sitzgelegenheiten sind anders, der Ort ist anders und – es ist Urlaub! Akzeptiere, dass sie anders ist als zu Hause, aber bleibe jeden Tag dran!

Mein Angebot für den Nach-Urlaub

Ende August (23.-27.) verbringe ich vier Tage mit meinem Mann im Nationalpark Kalkalpen. Das Licht des verklingenden Sommers ist schon milder, die Sonnenaufgänge hinter den Bergen atemberaubend. Eine Alm reiht sich an die andere und die grüne Farbe des Bergsees verlockt, im Schatten der Berge im kühlen Wasser zu schwimmen.

Wir sind eine Gruppe, doch wir haben den ganzen Tag Zeit, wandern zu gehen, mit einem Ranger oder auch ganz alleine oder einfach im Liegestuhl zu liegen. Es sind Zen-Neulinge und Fortgeschrittene. Wir treffen uns am Morgen und am Abend zur Meditation. Es ist fröhlich und besinnlich zugleich. Es haben sich schon genügend Personen gemeldet, doch es sind noch Plätze frei. Möchtest du dabei sein? Die Details findest du hier: Zen und trotzdem viel Urlaub.

 

4 Kommentare zu “Meditieren im Urlaub – 3 Tipps, um Zeit für dich selbst zu finden

  1. Ich habe mein Bänkchen immer dabei. Im Koffer schafft es Ordnung. Das Täschchen für Zahnbürste, Rasierzeug etc. passt zwischen die Füße. Strümpfe und Unterhosen zu beiden Seiten der Füße.
    In Hotelzimmern in der Fremde, vor allem auf Geschäftsreisen, habe ich früher einen Snack aus der Minibar gegessen und den Fernseher eingeschaltet, um ein wenig Wohlbefinden zu erzeugen. Heute sitze ich auf meinem Bänkchen und komme dort wirklich an.
    Im Urlaub sitze ich draußen in der Natur, am Strand, in den Dünen, unter Bäumen, im Garten, an einem Gebirgsbach … Früher tatsächlich mit Bänkchen.
    Heute täglich mit Bänkchen konzentriert, richtig Zazen. Aber auch einfach so, wo ich eben gerade bin, im Sand, auf einem Stein, auf einem Baumstumpf, auf einem Stuhl … ich gehe in die Stille und brauche keinen Fotoapparat mehr, mit dem ich ein Bild davon mache, was ich hätte erleben können.
    Es war im Urlaub beim Zazen im Garten, dass ich das erste Mal für fast die ganze Runde in diesem Garten ganz versank und alle Eindrücke mit gleicher ungefilterter Aufmerksamkeit in mir waren, oder war ich in allem? Erst nach dem Zazen war der Beobachter wieder da, der sich staunend fragte, was das denn war. Ich lachte, weil ich dachte, so müsse es der Baum wahrnehmen, unter dem ich gesessen hatte.
    So ist der Urlaub für das regelmäßige Sitzen auf der einen Seite ein Risiko, auf der anderen Seite haben wir Zeit und Raum, einfach mal so in der Natur zu sitzen und uns weit zu öffnen. Es lohnt sich.

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