Urlaub: Erleben aus erster oder zweiter Hand

„Du kommst vom Urlaub zurück und stellst fest, dein iPad ist gestohlen worden. Alle Urlaubsphotos sind futsch. Und, du hast eine Amnesie-Pille geschluckt und kannst dich an nichts erinnern. Würdest du den gleichen Urlaub noch ein Mal buchen?“ Diese Frage … Weiterlesen

Dinner cancelling auf buddhistisch

Dinner cancelling ist eine gesunde Sache. Wenn meine Mittagszeit in den Nachmittag rutscht, lasse ich das Abendessen aus und fühle mich prächtig – trotz knurrenden Magens. Herrlich, wenn der Bauch am nächsten Morgen sich konkav nach innen wölbt. Trotzdem mag … Weiterlesen

Meditieren im Urlaub – 3 Tipps, um Zeit für dich selbst zu finden

  Meditieren ist auch an ungewöhnlichen Orten möglich. Wo, erfährst du in diesem Blog. Urlaub!  Abschalten – Seele baumeln lassen – einfach nichts tun – darauf freuen wir uns zu Anfang des Sommers. Es verlangt uns nach neuen Perspektiven. Es … Weiterlesen

5 Tipps, um Meditation zu einer neuen Gewohnheit zu machen

„Ich fühle mich großartig!“ sagen viele, die zum ersten Mal in unserem Zen-Zentrum meditieren. Die Meditation hat ihnen gut getan, die meisten wollen weitermachen. Erfahrungsgemäß wird es aber nur eine von den 15 Anwesenden schaffen, weiter zu meditieren. Meistens sind … Weiterlesen

Das Zen des Buchschreibens

Mein Buch versteckt sich nicht mehr im Kopf, es hat sich am Papier materialisiert. Eines Morgens um 10.41 befreite es sich aus meiner Obhut und ist den ersten Schritt in die Welt – zum Lektorat des Verlages – hinaus gegangen. … Weiterlesen

Surfen auf dem Rhythmus Deines Körpers

Chi-Zyklus

Chi-Zyklus

Hörst Du auf Deinen Körper? Wenn ja, dann gelingt Dir vieles leichter. Um 11 Uhr in der Nacht Holzhacken und um 9 Uhr meditieren, das funktioniert beides nicht so recht. Sehr oft leben wir gegen unseren Körper, weil wir gar nicht so klar erkennen, was ihm gut tut. Ja und weil wir nicht anders können. Seit ich mein Angestelltendasein vor mehr als zwei Jahrzehnten an den Nagel gehängt habe, kann ich freier meinen Tagesablauf einteilen, da bin ich privilegiert.

Es gibt eine innere Uhr, die unseren Tagesrhythmus optimal steuert. Die alten Chinesen haben das schon vor Jahrtausenden entdeckt und Chi-Zyklus genannt.  In diesem Zyklus ist jeweils ein anderes Organ zu einer bestimmten Tageszeit aktiv und das wirkt sich auf unseren Energie-Level (Chi) aus. Wenn Du die Rhythmen Deines Körpers kennst und sie beachtest, dann wird er Dir helfen, Dich wohl zu fühlen und vieles effektiver zu tun.

Was ich für mich daraus gelernt habe sind ein paar einfache Dinge, nach denen ich jetzt meinen Tag ausrichte.

5.00-7.00: Der Tag beginnt am besten zwischen fünf und sieben Uhr. Da ist Transformationszeit. Je früher wir aufstehen und uns Zeit für uns selber nehmen, desto mehr Energie haben wir, um etwas in unserem Leben zu verändern. Das ist die Zeit, die ich ganz für mich habe. Das kann Sport sein oder mit einer stillen Tasse Tee in den Garten schauen oder meditieren.

7.00-9.00: Von 7 bis 9 Uhr nehme ich mir viel Zeit zum Frühstücken, Duschen, Hausarbeit, ein paar Gymnastikübungen etc., alles ganz gemächlich. Das ist die Zeit, in der ich nachdenke, was ich an diesem Tag machen will/muß.

9.00-11.00: Um 9 Uhr starte ich mit viel Energie los. Da ist Aktivität angesagt. Da sprudeln die frischen Ideen, da packe ich neue Projekte an, entwerfe Präsentationen, organisiere Seminare etc. Das ist die Zeit, in der mich niemand stören darf.

11.00-13.00: Von 11 Uhr bis Mittag ist Herzzeit. Da sind wir zwar noch immer in einer hohen Aktivitätsphase, aber etwas anders. Jetzt können wir gut mit Menschen reden. Das ist die richtige Stunde, um Kunden anzurufen und um Meetings abzuhalten. Wenn es einen Konflikt mit einem Kollegen gibt, dann ist jetzt die beste Zeit, eine Aussprache mit ihm zu suchen.

13.00-15.00: Interessanterweise sagen die Chinesen, dass sich der Tag schon ab 13 Uhr in die Yin-Phase dreht. Das bedeutet, dass ab jetzt bis zum Schlafengehen alles in ruhigeren Gewässern laufen soll. Nach dem Mittagessen Ausruhen, einen Spaziergang machen, etwas lesen. Ich gehe da am liebsten in die Natur oder drehe zumindestens eine Runde um den Block.

15.00-17.00: Jetzt kommt noch einmal ein kleines Zwischenhoch, da steigt unsere Leistungskurve wieder an. Doch sollten wir nichts Neues in Angriff nehmen. Ich gehe da noch einmal eine Präsentation durch, höre ein Podcast an oder redigiere einen Artikel, den ich am Vortag begonnen habe.

17.00-19.00: Ab fünf Uhr sollten wir langsam abschalten, auch den Computer. Musik hören, Klavier spielen, herumtändeln. Nach und nach gleite ich in den Abend. Das Verrückteste wäre jetzt am Abend nach der Arbeit noch ins Fitness-Studio zu gehen und bei Neonlicht den Körper aufpumpen. Dann könnten wir garantiert nicht gut einschlafen.

19.00-21.00: Jetzt sollte wirklich Feierabend einkehren. Keine aufregenden Events mehr. Am liebsten bin ich da zu Hause – leider viel zu selten -, meditiere und sitze in meinem Lieblingsfauteuil, lese etwas oder höre eine Schubert-Symphonie.

Leider sieht der Tag auch bei mir oft anders aus. Am Vormittag intensiv arbeiten, das kriege ich noch ganz gut hin. Doch am Abend wird es bei mir oft hektisch. Ich fahre ins Zen-Zentrum oder halte einen Vortrag. Wenn ich mit Menschen zusammen bin und einen Vortrag halte, bin ich ein Adrenalin-Bündel. Selbst wenn ich vor Mitternacht ins Bett komme, wälze ich mich oft herum bis 3 Uhr früh. Dabei sollte ich schon ab 11 Uhr längst in Morpheus‘ Armen sein. Und ja, am nächsten Morgen bin ich dann nicht so gut drauf.

Doch seit ich den „idealen“ Tagesablauf kenne, drehe ich den Computer ein bisschen früher ab und nütze die aktiven Zeiten ein bisschen mehr. Und die Zeit zwischen 11 und 13 Uhr ist wirklich ideal zum Telefonieren, das kann ich Euch empfehlen!

Danke und mata ne (bis bald)!

Mein Buch. Fünf Beobachtungen

Viele blicken jetzt auf das vergangene Jahr zurück. War es ein gutes Jahr? Was hat Euch bewegt? Mich hat mein Buch bewegt. Schon seit Anfang Jänner 2016. Zur Vorgeschichte. Schon lange dachte ich daran, ein Buch zu schreiben. Nicht aus der Motivation, … Weiterlesen

Wieviel Minimalismus ist sinnvoll?

Minimalismus ist in Mode. Wie reagieren Sie, wenn Sie zu Weihnachten die dritte Designer-Zitronenpresse bekommen? So manche sagt dann:  Zu viel, zu viel!  Bücher, Geschirr, Kleider, alles in 10facher Ausfertigung, ich bekomme keine Luft mehr! Daher liegt Minimalismus im Trend, … Weiterlesen

Das Geschenk annehmen

„Drei Tage lang haben wir nur Eier gegessen!“ erzählte mir ein Freund, der vor kurzem in einem japanischen Zen-Ausbildungskloster als Mönch gelebt hatte. Zen-Mönche leben nur von Spenden. Nichts wird dazu eingekauft. Gegessen wird das, was Bauern und Kaufleute dem … Weiterlesen

Zen an der Kasse

Der Scort berichtet....

Der Scout berichtet….

Daniel hatte es mir schon vor sechs Monaten erzählt. Er ist Künstler und hatte sich als regelmäßige Einkommensquelle einen Knochenjob ausgewählt. Und er verstand ihn als Zen-Übung.

800 Kunden pro Tag, blitzschnell die Waren über die Kasse ziehen, im Kopf das Wechselgeld ausrechnen – das wird dort nicht am Terminal angezeigt – und dabei nicht die Nerven verlieren. Das ist seine tägliche Arbeit an der Supermarktkasse von Hofer (in Deutschland Aldi). Die Herausforderung ist nicht nur die Schnelligkeit der Arbeit bei wenig Platz zum Abstellen, sondern die Befindlichkeit der Kunden. An der Kasse schafft sich so mancher ein Ventil für den Lebensfrust und lässt seinen Ärger am Kassenmann und an der Kassenfrau aus. Dieser könnte leicht grantig werden (deutschdeutsch: übellaunig werden) oder … man macht es so wie Daniel.

Daniel sieht es als gute Übung bei sich zu bleiben, sich auf den Atem zu konzentrieren und dabei gleichzeitig zu achten, was der Mensch vor ihm braucht. Eine Übung der vollkommenen Achtsamkeit, schwierig bei einem Takt von 30 Sekunden pro Einkauf. Vor einigen Tagen schickte ihm ein Freund einen kleinen Artikel der Tageszeitung Kurier mit der Anmerkung „Damit bist wohl Du gemeint.“ Im Artikel schreibt ein Gastrokritiker sein Erlebnis bei Daniel an der Kasse:

„Schnell was einkaufen bei Hofer, Nussdorfer Straße 4, Wien 9. „Grüß Gott“ sagt der junge Mann an der Kasse und schaut mir dabei in die Augen. Dann greift er zuerst auf das Papiersackerl,  das weiter hinten am Förderband liegt, zieht es über die Kassa, faltet es auf, stellt es auf die Ablage. Piep, piep, piep, steckt er meine Einkäufe auch gleich ins Sackerl. Bitte, danke, auf Wiedersehen, schönen Tag, wieder ein Blick in die Augen. Wow, so nett kann so eine Kassen-Begegnung sein, trotz aller Schnelligkeit.“

Wenige Tage später sieht Daniel einen Vater mit zwei quicklebendigen Kindern und einem Riesen Einkauf. Er denkt sich, „Da muss ich helfen. Der schafft es nicht alleine“, zieht wieder das Sackerl über die Kasse und räumt die Waren gleich ein. Als der Kunde zahlt, sagt dieser: „Na, haben Sie sich über den Artikel gefreut?“ Darauf Daniel: „Sind Sie der Redakteur?“ Nein, sagt der Kunde, „Ich bin der Verleger“.

Daniel erzählte uns die Geschichte bei unserem Sommerfest und wir freuten uns alle mit. So kann Zen-Meditation die Welt verändern – im Kleinen wie auch im Großen.